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Was ist das Prinzip der Montessori - Pädagogik ?

Die Pädagogik Maria Montessoris zeichnet sich durch eine fundamentale Ehrfurcht vor der Persönlichkeit des Kindes aus. Im Kind ist alles angelegt, was es zu seiner Entwicklung braucht. Der Erzieher soll diese verborgenen schöpferischen Kräfte wecken und motivieren, er darf jedoch das Kind - auch in bester erzieherischer Absicht - weder zu einer Aufgabe drängen noch bei der Lösung einer Sache behindern. Solche Aufgaben findet das Kind in den sorgtfältig entwickelten Lernmaterialien, die zu Übungen des täglichen Lebens und zum - im wörtlichen Sinne- Begreifen der Welt in einer pädagogoisch vorbereiteten Umgebung auffordern. Die Pädagogik Montessoris ist Hilfe zu Selbstständigkeit und zielt darauf ab, dem Kind bei der Ausbildung einer starken, selbstbewußten und harmonischen Persönlichkeit zu helfen.

Wer war Maria Montessori ?

Maria Montessori wird 1870 in Chiaravalle (Italien) geboren. 1875 besucht sie die öffentliche Volksschule und wechselt später auf eie technisch - naturwissenschaftliche Schule. Früh zeigt Maria einen für ein junges Mädchen in der damaligen Zeit revolutionären Geist. Maria möchte Medizin studieren, wird jedoch von der Universität abgewiesen. Gegen den Willen ihrer Eltern studiert sie zunächst Ingenieurwesen und Mathematik. Nach dem Ablegen der Prüfungen erlangt sie trotzdem die Berechtigung zur Aufnahme eines Medizinstudiums.Trotz vieler Hürden und Schwierigkeiten beginnt sie 1892 als erste Frau Italiens mit dem Medizinstudium und schließt dieses 1896 mit der Promotion ab.

Von 1896 bis 1898 arbeitet sie als Assistenzärztin in der römischen Universitätsklinik auf einer Kinderpsychiatrie. Im Umgang mit den geistig behinderten, kleinen Patientenerkennt sie den Tätigkeitsdrang und Eigenantrieb, der allen Kindern zugrunde liegt. Unter Einbringung dieser Sinnesmaterialien, in Kombination mit medizinischen Erkenntnissen, entwickelt sie eine pädagogische Methode, mit der sie in ihrer Arbeit als Dozentin an der Lehrerbildungsanstalt und Direktorin eines heilpädagogischen Instituts in Rom beachtliche Erfolge erzielt.

Nach der Geburt ihre Sohnes Mario studiert sie Anthropologie und Psychologie und wird 1904 zur Professorin für Anthropologie an der Universität Rom ernannt.

1907 wird sie von der italienischen Regierung damit beauftragt, das erste Kinderhaus in San Lorenzo, das "Casa dei Bambini", zu "beaufsichtigen" und die Hygiene zu kontrollieren. Das Kinderhaus war in einem Elendviertel angesiedelt.

1909 veröffentlicht sie ihr Hauptwerk "Il metodo", das sich auf drei Eckpfeiler stützt. Zu einen ist es ein von ihr selbst entwickelter Satz von Bau- und einfachen Spielelementen, die die Kinder zu selstständigem Forscherdrang animieren soll.Den zweiten Pfeiler bilden die eingeführten "Stillezeiten" und gemeinsamen Mahlzeiten, die die sozialen Lernprozesse anregen und den Kindern vermitteln sollen, dass sie Teil einer großen Einhait sind. Dritter Grundsatz ist die beobachtende Distanz der Erzieher, die die Störung des Lernprozesses durch den Einfluss der Erwachsenen verhindern soll.

Von 1913 an reist sie in viele Länder der Erde.In Europa, Amerika und Indien hält sie Vorträge. Sie verfaßt ihr Buch "Selbsttätige Erziehung im frühen Kindesalter", das die Verbreitung ihrer Erkenntnisse rasch voranbringt. Im gleichen Jahr hält sie den ersten internationalen Lehrgang in der Ausbildung von Lehrkräften in ihrer Methode. Diese setzt sich immer mehr durch und fast überall in Europa und Amerika entstehen Montessori- Schulen nach ihrem Vorbild. 1922 wird sie zum Regierungsinspektor der Schulen Italiens ernannt.

1934 geht sie erst nach Barcelona, 1936 in die Niederlande und später nach Indien. Dort leitet ise in Adyar eine nach ihrer Methode eingerichtete Schule.

1947 kehrt sie nach Europa zurück und wohnt in Nordwijk ann Zee, wo sie 1952 stirbt.

Das Werk Maria Montessori

Maria Montessori war mit ihrer Pädagogik den meisten ihrer Zeitgenossen weit voraus. Mit ihrer Pädagogik aus der Sicht des Kindes setzte sie einen neuen, hohen Anspruch an die Qualität der Arbeit mit Kindern und der Lehrperson selbst. Sie definierte ein neues pädagogisches Ziel, welches sich am besten mit dem Ausspruch eines "ihrer" Kinder zusammenfassen lässt : " Hilf mir, es selbst zu tun."

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